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Krankenhausstrukturfonds: Landesregierung und Krankenkassen unterstützen das Christliche Klinikum Lippstadt mit rund 530.000 Euro
Förderung dient standortübergreifender Konzentration von Krankenhausleistungen
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am Freitag, 25. September 2026, in Düsseldorf im Rahmen des bereits ausgelaufenen Förderprogramms Krankenhausstrukturfonds einen Förderbescheid über insgesamt rund 530.000 Euro an das Christliche Klinikum Lippstadt vergeben. Von der Gesamtsumme stellt das Land rund 258.000 Euro zur Verfügung. Rund 272.000 Euro werden von den Gesetzlichen Krankenversicherungen bereitgestellt.
Mit der Förderung werden im Sinne einer zukunftsfesten Krankenhausversorgung notwendige Strukturveränderungen in der Krankenhauslandschaft in der Region Lippstadt unterstützt. Im Dezember 2024 ist das Christliche Klinikum Lippstadt durch eine Fusion des Evangelischen Krankenhauses, des Dreifaltigkeits-Hospital Lippstadt und des Marien-Hospital in Erwitte entstanden. In diesem Rahmen wurden akutstationäre Leistungen, die zuvor sowohl im Evangelischen Krankenhaus als auch im Dreifaltigkeits-Hospital angeboten wurden, an einem der beiden Standorte konzentriert. Mit den Fördermitteln aus dem ausgelaufenen Förderprogramm Krankenhausstrukturfonds kann das Klinikum vor dem Hintergrund der Fusion und der Zusammenlegung der Fachabteilungen entstandene schließungsbedingte Personalkosten finanzieren.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Durch die Krankenhausfusion in Lippstadt und die verbundenen Konzentrationen von Leistungen wurden Doppelvorhaltungen abgebaut. Das ist aus zwei Gründen gut: Zum einen kann durch die Bündelung von Kompetenz die Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten noch weiter gesteigert werden. Zum anderen können so Ressourcen am effizientesten eingesetzt werden. Das stärkt die Krankenhauslandschaft langfristig. Mit unserer Förderung unterstützen wir das Christliche Klinikum Lippstadt daher gemeinsam mit den Krankenkassen bei dieser notwenigen Strukturveränderung.“
Hauke Schild, Geschäftsführer des Klinikum Lippstadt, betont: „Die Förderung ist eine wichtige Unterstützung, um das Christliche Klinikum Lippstadt und damit die Krankenhausversorgung in der Region zukunftsfähig aufzustellen. Dafür sind wir dem Land Nordrhein-Westfalen und den gesetzlichen Krankenkassen sehr dankbar.“
Hinweis
Am 25. September 2026 hat Minister Laumann insgesamt an vier Krankenhäuser Förderbescheide ausgehändigt. Pressemitteilungen zu den weiteren Förderungen finden Sie unter
https://www.mags.nrw/pressemitteilungen-und-pressedatenbank. Im Anschluss an den Termin werden unter diesem Link auch Fotos von den Bescheidübergaben zum Download zur Verfügung gestellt.
Hintergrund Krankenhausstrukturfonds
Der Krankenhausstrukturfonds wurde 2016 vom Bund eingerichtet, um die Krankenhauslandschaft zu modernisieren und die Versorgung effizienter zu gestalten. Finanziert wurde er aus Mitteln der Länder sowie der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, also aus Mitteln der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherungen. Von 2016 bis 2025 konnten die Länder im Rahmen dieses Fonds Förderanträge für Vorhaben der Krankenhäuser an das Bundesamt für Soziales Sicherung (BAS), welches den Fonds verwaltet, stellen. Neue Anträge können seit Ende 2025 nicht mehr gestellt werden. Damit gilt der Fonds als ausgelaufen. Im Rahmen dieses Fonds werden nur noch die vorliegenden restlichen Anträge durch das BAS geprüft. Seit 2026 ist es dafür möglich, Förderungen aus dem Krankenhaustransformationsfonds zu beantragen. Mit dem Fonds, der von Bund und Ländern kofinanziert wird, werden strukturverändernde Vorhaben gefördert, durch die die Krankenhauslandschaft zukunftsfest aufgestellt wird.