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Das Leistungsspektrum der Klinik für Innere Medizin III in Kürze:
Hämatologie und Onkologie
Die Hämatologie umfasst die gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarks und des lymphatischen Systems. Die Onkologie befasst sich mit den bösartigen Erkrankungen aller solider Organe, wie z.B. Darm, Lunge, Magen, Bauchspeicheldrüse oder Speiseröhre.
Unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Claudia Steur und dem leitenden Oberarzt Dr. med. Yousef Al-Fareh betreut ein erfahrenes Team jährlich mehrere hundert Patienten mit gut- und bösartigen Blut- und Krebserkrankungen sowie auch Gerinnungsstörungen.
Großen Wert legen wir bei unserer Arbeit auf die ganzheitliche Betreuung unserer Patienten mit besonderer Berücksichtigung aller gesundheitlicher und psychosozialer Probleme. Die Diagnose Krebs bedeutet für die Patienten und ihre Angehörigen einen tiefen Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Durch die Erkrankung und die Therapien sind nicht nur die Patienten in ihrer Gesundheit betroffen, sondern es können darüber hinaus auch Belastungen oder Probleme in anderen Lebensbereichen auftreten: Störungen des seelischen Gleichgewichts, Belastungen im Familien- und Freundeskreis, Probleme im Berufsleben und finanzielle Belastungen. Wir stehen im persönlichen Gespräch als Ärzte, aber auch als Psychoonkologen, Sozialarbeiter, Seelsorger, Ernährungsberater und Palliativmediziner zur Verfügung, um gemeinsam mit den Patienten und ihren Angehörigen Lösungswege zu finden.
In den letzten Jahren haben die Behandlungsmöglichkeiten der Krebserkrankungen große Fortschritte gemacht. Die Behandlungskonzepte umfassen alle modernen Arten von Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichteten Therapien sowie Kombinationen verschiedener Behandlungsarten wie der kombinierten Strahlenchemotherapie. Beim Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) erfolgt vor der Operation häufig eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie mit dem Ziel der Tumorverkleinerung und der Senkung des lokalen Rückfallrisikos.
Insbesondere die Behandlung onkologischer Erkrankungen erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachabteilungen. Häufig beinhalten moderne Krebstherapien eine Kombination aus Therapiemaßnahmen verschiedener Disziplinen, eine so genannte »multimodale Therapie«. Gemeinsam mit unseren Strahlentherapeuten, Gastroenterologen, Chirurgen, Pathologen, Radiologen und Nuklearmedizinern werden in den wöchentlichen Tumorkonferenzen die Behandlungskonzepte für jeden einzelnen Patienten im Detail abgestimmt.
Als Beispiel für die enge Kooperation zwischen den Fachbereichen sei das Darmkrebszentrum Lippstadt und das Senora Brustzentrum genannt. Bei der Erkennung und Therapie von Darmkrebs im frühen Stadium beträgt die Heilungsrate über 90 Prozent. Daher sind die Früherkennung, die richtige Diagnosestellung und eine optimale Behandlung durch ein Team aus Spezialisten für den Erfolg der Behandlung von großer Bedeutung. Gelebte Interdisziplinarität ist das Ziel des Darmkrebszentrums am Klinikum Lippstadt.
Diagnostische Möglichkeiten:
- Punktionen von Knochenmark, Pleuraerguss, Aszites, Liquor
- mikroskopische Beurteilung von Blut und Knochenmarkausstrichen
- moderne Ultraschalluntersuchungen einschließlich ultraschallgesteuerter Punktionen
Therapieoptionen:
- Chemotherapie
- Immuntherapie
- zielgerichtete Therapie
- Hormontherapie
- kombinierte Strahlen- und Chemotherapie
- palliativmedizinische Behandlung
Verzahnung von ambulant und stationär
Die ambulante Behandlung erfolgt über die Gemeinschaftspraxis für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin Varnhorn, Dr. Steur und Dr. Alfareh an der Wiedenbrücker Str. in Lippstadt.
Durch die enge personelle Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung ist eine abgestimmte und persönliche Betreuung der Patienten weiterhin gewährleistet.
Wie zuvor ist für Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen des Magen-Darm-Traktes (Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenwege sowie Dünn- und Dickdarm) neben der stationären Behandlung auch eine komplette ambulante Behandlung im Rahmen einer ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung durch ein multidisziplinäres Team unter Leitung der Hämatologie-Onkologie möglich.
Bitte rufen Sie in Notfällen die Telefonnummer 02941 758-0 an. Unsere Mitarbeiter am Info-Center werden Sie mit dem diensthabenden hämato-onkologischen Hintergrunddienst verbinden.
Ergänzt wird die onkologische Betreuung durch die Psychoonkologie, den Sozialdienst, die Physiotherapie und auch die Palliativmedizin. Durch die enge Zusammenarbeit gelingt häufig eine frühe Integration onkologischer Patienten in die Palliativmedizin. Auch die Angehörigen unserer Patienten erfahren Zuwendung und Unterstützung.