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Krankenhaushygiene
In Krankenhäusern hat die konsequente Einhaltung verbindlicher Hygienestandards oberste Priorität. Nur durch klar geregelte Abläufe lassen sich die meisten Infektionen verhindern und potenziell gefährliche Erreger wirksam kontrollieren.
Im Klinikum Lippstadt übernehmen speziell ausgebildete Hygienefachkräfte die Organisation und Koordination sämtlicher Aufgaben im Bereich der Krankenhaushygiene. Grundlage ihrer Arbeit sind die Hygieneverordnung NRW sowie die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. In enger Zusammenarbeit mit Hygienebeauftragten aus der Pflege, den hygieneverantwortlichen Ärztinnen und Ärzten der Kliniken sowie dem extern beratenden Krankenhaushygieniker werden alle relevanten Hygienethemen systematisch bearbeitet.
Die Hygienekommission bündelt die Expertise verschiedener Berufsgruppen des Hauses. In regelmäßig stattfindenden Sitzungen werden grundlegende Entscheidungen zur Weiterentwicklung und Sicherstellung der Krankenhaushygiene getroffen.
Wie führt man eine hygienische Händedesinfektion durch?
Beim Betreten unseres Krankenhauses sollten Patient*innen und Angehörige bereits im Eingangsbereich eine erste Händedesinfektion an dem dort befindlichen Händedesinfektionsspender durchführen. Weiterhin befinden sich in allen Patient*innenzimmern Spender zum Desinfizieren der Hände. Dieser sollte stets beim Betreten und vor dem Verlassen des Zimmers benutzt werden. Es ist erwiesen, dass die Händedesinfektion eine sehr erfolgreiche Maßnahme zur Verringerung des Risikos von Krankenhausinfektionen ist.
Antibiotic-Stewardship Team
Antibiotika gehören in der stationären Patientenversorgung zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten. Etwa jeder dritte Patient wird mit Antibiotika behandelt. In den letzten Jahren hat es von Seiten der Industrie keine nennenswerten neuen Antibiotikaentwicklungen gegeben. Die Zahl multiresitenter Erreger, d.h. Keime, die nicht mehr auf die üblichen Antibiotika empfindlich reagieren, ist gestiegen. Daher ist ein kluger Einsatz von Antibiotika ein Qualitätsmerkmal eines Krankenhauses.
Auch für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Schutz bestehender Antibiotika durch ihren richtigen und gezielten Einsatz ein zentrales Thema. Im Jahr 2018 hat die Krankenhaushygiene die Herausforderung aufgegriffen und ein Antibiotic Stewardship-Programm (ABS) eingeführt. Das ABS-Team besteht dort aus mehreren Experten wie einem Infektiologen, einer Fachapothekerin, Hygienebeauftragten Ärzten sowie Hygienefachkräften. Ziel des ABS-Teams ist es, eine rationale Antiinfektivatherapie im Klinikum Lippstadt zu stärken. Das Team ist von der Betriebsleitung beauftragt und kooperiert eng mit der Arzneimittelkommission sowie der Hygienekommission des Hauses. Es hat Empfehlungswege zur Antibiotikatherapie etabliert, die allen Ärztinnen und Ärzten zugänglich sind – unter anderem in einem Heft mit der jeweiligen Empfehlung. Diese Empfehlungen werden regelmäßig anhand neuer Leitlinien und Erkenntnisse aktualisiert und neu veröffentlicht.