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Klinikum Lippstadt verstärkt Hitzeschutz – kurzfristige Maßnahmen umgesetzt, langfristige Investitionen erforderlich
Extremhitze mit Außentemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und mehr stellt Krankenhäuser vor besondere Herausforderungen. Vor allem ältere und chronisch kranke Patienten sowie Neugeborene reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen. Das Klinikum Lippstadt hat deshalb eine standortübergreifende Task-Force Hitzeschutz eingerichtet und setzt gezielte Maßnahmen um, Patienten und Mitarbeitende bestmöglich zu schützen.
„Der Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Deshalb handeln wir schnell und pragmatisch und setzen alle kurzfristig verfügbaren Möglichkeiten um“, erklärt Janine Meissner, Leitung Unternehmensentwicklung und Leiterin der Task-Force Hitzeschutz im Klinikum Lippstadt.
Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen gehören die kurzfristige Beschaffung und Installation von Split- und mobilen Klimageräten, die Einrichtung klimatisierter Ausweichbereiche für besonders hitzegefährdete Patienten sowie geeigneter Aufenthaltsräume für Mitarbeitende. Ergänzt werden diese durch die Anbringung von Sonnen- und Hitzeschutzfolien an Fenstern, optimierte Lüftungskonzepte sowie zusätzliche Kühlmöglichkeiten wie spezielle Kühltücher, Eisbäder und die Bereitstellung von Wassereis.
Außerdem werden strukturierte Hitzevisiten eingeführt, um besonders gefährdete Patienten hinsichtlich ihrer Kreislaufsituation und hitzebedingter Risiken engmaschig zu überwachen. Parallel entsteht ein umfassender Hitzeschutzplan mit klaren Verantwortlichkeiten, Temperaturgrenzwerten und verbindlichen Abläufen für Hitzeperioden.
Da geeignete Klimageräte derzeit nur eingeschränkt verfügbar sind, werden die vorhandenen Geräte gezielt in Bereichen mit besonders gefährdeten Patienten eingesetzt. Die ersten Split-Klimageräte wurden auf der Früh- und Neugeborenenstation der Kinderklinik installiert. Gleichzeitig prüft das Klinikum weitere technische Möglichkeiten, um bestehende Lüftungs- und Kühlsysteme kurzfristig zu optimieren.
Nach Einschätzung des Klinikums reichen diese Maßnahmen langfristig jedoch nicht aus. Eine nachhaltige Anpassung erfordert umfangreiche Investitionen in moderne Lüftungs- und Klimatisierungstechnik sowie in bauliche Maßnahmen.
„Um unsere Krankenhausinfrastruktur an die Folgen des Klimawandels anzupassen, sind wir auf die Unterstützung von Bund und Ländern angewiesen. Die dafür notwendigen Investitionen können die Krankenhäuser angesichts ihrer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage nicht allein stemmen“, betont Hauke Schild, Geschäftsführer des Klinikums. „Der Schutz besonders gefährdeter Patientinnen und Patienten während Hitzeperioden muss künftig fester Bestandteil der Krankenhausfinanzierung werden.“