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Klinikum Lippstadt empfängt „Radtour pro Organspende“
Transplantierte Menschen setzen auf dem Rad ein Zeichen für Organspende
Kräftig in die Pedale treten und dabei ein sichtbares Zeichen für die Organspende setzen – das ist das Ziel der „Radtour pro Organspende“. Dabei radeln rund 35 transplantierte Menschen aus ganz Deutschland in diesem Jahr von Dortmund bis Wilhelmshaven. Am 27. Juli 2026 legen die Radlerinnen und Radler den ersten offiziellen Zwischenstopp im Klinikum Lippstadt ein.
Erster Halt der „Radtour pro Organspende“ im Klinikum Lippstadt
Organisator der Tour ist der Verein TransDia Sport Deutschland e.V., der sich seit Jahren für die Förderung von Sport und Bewegung bei Transplantierten und Dialysepatientinnen und -patienten einsetzt und die Radtour nun schon zum 18. Mal organisiert. Mit der Aktion möchten der Verein und die Teilnehmenden dem medizinischen Personal in den Kliniken für seinen Einsatz im Organspendeprozess danken. Gleichzeitig wollen sie zeigen, welche Lebensqualität und Leistungsfähigkeit eine Organspende ermöglichen kann, und zugleich all jenen Mut machen, die auf ein Spenderorgan warten. Auf ihrer diesjährigen Tour legen die Radlerinnen und Radler eine Strecke von insgesamt 450 Kilometern zurück. Auf der Strecke macht die Gruppe auch Halt im Klinikum Lippstadt: am 27. Juli 2026 um ca. 12:45 Uhr am Standort Wiedenbrücker Straße.
Vor Ort begrüßen die Transplantationsbeauftragten Erwin Marke, Leitender Oberarzt der Neurologie, und Iosif Al Ali, Oberarzt der Anästhesie, sowie Dr. Abdallah Scheib, Chefarzt Nephrologie und Leitung des PHV-Dialysezentrums, das Radlerfeld. Ebenfalls mit dabei sind Nicole Thomann, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Lippstadt, und Dr. Margitta Neufeld, ärztliche Leitung des Gesundheitsamts im Kreis Soest.
Begleitend zur Ankunft der „Radtour pro Organspende“ lädt ein Informationsstand dazu ein, mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen, Fragen rund um das Thema Organspende zu stellen und sich direkt als Organspenderin oder Organspender registrieren zu lassen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Cafeteria des Klinikums Lippstadt setzen die Teilnehmenden ihre Tour in Richtung Gütersloh fort. Wer die Aktion aktiv unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, die Radfahrerinnen und Radfahrer auf einem Streckenabschnitt zu begleiten. Eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an "mailto:transdia-rpo@mail.de"
Die Situation der Organspende in Deutschland
Derzeit warten in Deutschland rund 8.200 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung der Organspende grundsätzlich positiv gegenübersteht, stehen nicht genügend Spenderorgane zur Verfügung, um den Bedarf zu decken. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass eine Organentnahme nur erfolgen darf, wenn der Wille der potenziellen Spenderin oder des potenziellen Spenders eindeutig dokumentiert oder anderweitig bekannt ist. Liegt keine entsprechende Erklärung vor, müssen die Angehörigen unter erheblichem emotionalem und zeitlichem Druck eine Entscheidung treffen. Aus Unsicherheit wird eine Organspende in dieser Situation häufig abgelehnt. Mit der Radtour pro Organspende stärken die Organisatoren das Bewusstsein für dieses wichtige Thema und ermutigen Menschen dazu, sich frühzeitig mit der Organspende auseinanderzusetzen und ihre persönliche Entscheidung verbindlich zu dokumentieren.
Über TransDia Sport Deutschland e.V.
TransDia Sport Deutschland e.V. setzt sich seit Jahren für die Förderung von Sport und Bewegung bei Transplantierten und Dialysepatientinnen und -patienten ein. Neben der Radtour sind die jährlichen Deutschen Meisterschaften sowie die Entsendung der deutschen Teilnehmenden zu den Welt- und Europameisterschaften, nur eine von vielen Aktivitäten, die zeigen: Ein aktives Leben nach einer Transplantation oder mit Dialyse ist möglich – und wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit. Mehr Informationen unter: https://transdiaev.de/